Zeichnung

Was hat Venedig mit Goethes Schreibtisch in Weimar, das Ghetto in Warschau mit Justitia und der zerbombte Reichstag mit einem Teddybär zu tun?

Was hat ein Obdachloser mit dem Rudel von Joseph Beuys, ein Kinderheim mit einem Text aus Ulysses und ein Zitat von Friedrich Schiller mit einer Ganzkörperzeichnung des Künstlers Dietmar Herzog zu tun?

Dieses Projekt hat einen biografischen Hintergrund.

Nach 30 Jahren Kunstschaffen fragte ich mich, welche ganz persönlichen Ereignisse und Erlebnisse, welche Orte, welche Künstler und Kunstwerke, Literatur und geschichtlichen Begebenheiten mich in den letzten Jahrzehnten besonders prägten. Aus dieser Fragestellung heraus sind diese Zeichnungen entstanden. Sie sind Antworten auf mir wichtige Fragen der letzten Jahrzehnte.

Die Zeichnung ist für mich das geeignete Ausdrucksmittel in der Bildenden Kunst, um ein Anliegen knapp, direkt und ungeschönt zu formulieren. Ein Zitat von Richard Longo fasst meinen Impuls, mit Holzkohle zu Zeichnen, äußerst treffend zusammen. Ich zitiere:

„Ich glaube immer, dass Zeichnen ein bildhauerischer Vorgang ist. Ich fühle mich immer so, als ob ich das Bild schnitze anstatt es zu malen. Ich schnitze es mit Radierern und anderen derartigen Instrumenten.“

 

Venedig I - die Stadt, 100x210cm, Kohle, Papier

Goethes Schreibtisch - der Beginn, 100x210cm, Kohle, Papier


Reichstag - Politik II, 100x140cm, Kohle, Papier

Teddy I, Teddy III, Teddy V, 100x70cm, Kohle, Papier


Friedrichs Platz, 100x140cm, Kohle, Papier

Rudel - Joseph Beuys, 100x140 cm, Kohle, Papier


Ulysses - Held, 100x140 cm, Kohle, Papier

Ghetto - Verbrechen, 70x200 cm, Kohle, Papier